Blöde Zeitumstellung

30 03 2009

Diese Neverending-Story mit der Zeitumstellung macht mich zwei mal im Jahr total fertig.

Ich weiß nicht warum das so ist. Fakt ist auf jeden Fall, dass ich mich gestern und heute fühle wie ein Schluck Wasser in der Kurve.

Eigentlich sollte man ja denken dass die eine Stunde hin oder her nichts ausmachen sollte. Bei mir ist das leider nicht so.

Gestern habe ich gedacht, ich stehe gleich nach neuer Zeit auf, auch wenn ich dadurch ein wenig erschlagener war als sonst. Der Tag verlief eigentlich wie immer, und am Abend bin ich auch nicht sonderlich spät ins Bett.

Trotzdem war ich heute Morgen so dermaßen fertig, dass ich mich wirklich nahezu mit Gewalt aus dem Bett prügeln musste.

Jetzt gammel ich seit Stunden im Büro rum, kann mich für nichts richtig motivieren und habe die Hoffnung langsam aufgegeben dass dies heute noch besser wird.

Ich verstehe nicht, warum man diesen Zauber überhaupt betreibt. Es gibt jede Menge Nachteile. Sowohl im technischen Sinne als auch im natürlichen Bereich. Und obwohl mittlerweile nachgewiesen wurde, dass dadurch nicht wie erwartet Energie eingespart wird, hält man daran fest.

Unglaublich.





Und es geht gerade so weiter

23 03 2009

Hier habe ich von einem Bekannten erzählt, der meint ich hätte den ganzen Tag nichts zu tun.

Gerade kommt ein Kollege rein, und scheint wohl mit dem Bekannten den gleichen Stammtisch zu besuchen:

Kollege: “Wir haben doch vor 234 Jahren mal über das Thema XY gesprochen. Du meintest damals, es wäre theoretisch technisch umsetzbar, weisst du noch?”

IT-Depp: “Nein, ich habe absolut keinen Schimmer mehr Ja, ich glaube da war mal was”

Kollege: “Prima, das brauchen wir jetzt. Meinst du wir können morgen früh damit starten”

Klar. Wenn ich jetzt den Server noch bestelle, kommt er vielleicht nach dem Mittag. Dann muss ich ihn ja nur noch zusammenbauen, das Betriebssystem installieren, ins Netz nehmen, das Tool programmieren und an die Software anbinden. Wenn ich dann alles getestet habe müssten wir spätestens morgen früh anfangen können.





Mal wieder im Bekanntenkreis

23 03 2009

Es ist ja immer so, dass es weniger schlimm ist wenn in weltweit agierenden Konzernen das komplette Mailsystem ausfällt, wie wenn beim Hänschen Klein zuhause die Maus ein wenig ruckelt.

Gerade hat mich wieder ein Bekannter angerufen. Bei ihm habe ich den Fehler gemacht und ihm EDV-Equipment über die Firma besorgt, aufgestellt und eingerichtet. Ich mache so etwas eigentlich seit Langem ja nicht mehr, aber das ist eine andere Geschichte.

Auf jeden Fall mach der Scanner den ich ihm besorgt habe (und durch den Gewinn natürlich meinen kompletten Lebensabend finanziert und dabei keinen Cent verdient habe) Probleme. Ob ich den Beleg noch habe, bezüglich Garantie. Nein Ja, ber das wird nach über 2 Jahren auch nicht mehr viel helfen.

“Ich dachte die Teile hätten alle 3 Jahre Garantie, da gibt es doch ein neues Gesetz”. Also ich weiß nichts von so einem Gesetz. Mag sein dass diese Regel für 3-lagiges Toilettenpapier gilt oder für Klobürsten mit Dachshaar, aber für Scanner definitiv NICHT.

Das Ding (ich liebe es ja wenn man alles immer nur als “Ding” bezeichnet) wäre ja eh von Anfang an scheiße gewesen, und hätte noch nie richtig funktioniert. Probiert hat er alles, wirklich alles. Bestimmt hat er ihn sogar bei Vollmond auf den Balkon gestellt und dabei mit Ringel-Blumen-Staub nach Mekka zeigend auf die Glasblatte gestreut. Die Frage, ob sich die Scannerlampe noch bewegt konnte er mir aber nicht beantworten. Egal, wie auch immer.

Auf jeden Fall hab ich versprochen mir den SCANNER mal anzuschauen. Heute reicht es mir nicht mehr, ich schau dass ich morgen nach der Arbeit mal kurz vorbei komme.

“MORGEN???? Ich brauche den Scanner DRINGEND!!! Ob ich nicht SOFORT Zeit habe.”

Nun ist es aber leider nicht so, dass ich hier den ganzen Tag Däumchen drehe, nach Feierabend übergangslos zum Nasebohren übergehe und dabei nur darauf warte, entfernten Bekannten die EDV-Probleme aus dem Dreck zu ziehen.

Auf Nachfrage warum es denn sooo dringend sei wurde mir erklärt, dass das Problem ja nun schon seit 2 Wochen bestehe, und er so langsam dringend irgendwelche Sachen einscannen müsste weil man ja die Einladung für den 80. Geburtstag der Oma Ende 2014 fertigstellen müsse.

Nun gut, wenn das so ist, dann reicht es mir morgen vermutlich auch nicht. Mittwoch ist auch noch ein Tag.





Keine Ahnung

20 03 2009

Anruf bei der Hotline eines Mobilfunkanbieters. Zuerst erzählt mir die nette Dame vom Band die unendliche Geschichte wie sie sich doch freut dass ich angerufen habe, und dass sie mir so gerne helfen möchte, und dass sie das Gespräch aufzeichnet, und dass ich alles natürlich auch online machen kann, und dass sie stets bemüht um alles sind, bla bla bla.

Nach geschätzten 23 Euro Telefonkosten kam sie dann mal zu dem Punkt, wo ich meine Mobilfunknummer eingeben soll.

Zur Belohnung wurde ich anschließend mit Musik berieselt, die vermutlich nur demjenigen gefällt der sie produziert hat. Nach dieser Tortur meldet sich dann endlich ein menschliches Wesen am anderen Ende.

itdepp: “Guten Tag, ich habe hier eine Mobilfunkkarte mit MobileMail-Option bei ihnen aktiviert, und die Blackberry Enterprise-Aktivierung funktioniert leider nicht. Können sie mal bitte nachschauen ob die Option richtig gebucht ist und ob sich der Blackberry auch als Enterprise-Gerät bei RIM registriert hat?”

hotline: “Ääääh, Blackberry Enter-WAS?”

itdepp: “Blackberry Enterprise Server!!!”

hotline: “Was soll das sein?”

itdepp: “Können sie mich bitte zu jemandem verbinden der das weiß?”

hotline: “Ja wenn sie mir nicht sagen was das ist, kann ich ihnen auch nicht helfen”

Es ist ja nun nicht so wie wenn der Blackberry heute vormittag erst erfunden wurd. Das Teil ist ja mittlerweile in aller Munde. Aber wir wollen ja nicht so sein. Jeder fängt mal klein an und vielleicht ist die gute Dame erst heute morgen aus ihrer Höhle gekrochen, und lernt erst noch mit der großen weiten Welt umzugehen.

hotline: “Achsoooooooooo (erstes aufgehendes Licht), das ist wohl eher ein Fall für die Geschäftskundenbetreuung. Sind sie etwa Geschäftskunde?”

itdepp: “Nein, wirklich? Was ein Zufall, deshalb habe ich doch dort auch angerufen. Und ob ich Geschäftskunde bin sollten sie doch anhand meiner Nummer sehen, die ich vorher extra eingeben musste.”

hotline: “Hmmm, seltsam. Achsoooooooooo (zweites aufgehendes Licht), wahrscheinlich ist die Geschäftskundenbetreuung gerade überlastet, dann werden sie automatisch zu den Endkunden verbunden”

Super. Das ist ja praktisch. Da hat man die Wahl den Kunden entweder länger warten zu lassen oder ihn zu ner Abteilung zu verbinden die keine Ahnung hat.

Auf jeden Fall verbindet sie mich jetzt in die GK-Abteilung. Wieder Musik, wieder Gelaber, endlich meldet sich jemand:

Betrugsabteilung, mein Name ist BlaBla, wie kann ich ihnen helfen?

Argh!!!





Mücke im Kaffee

18 03 2009

Ich habe heute die erste Mücke des Jahres gesehen.

Es ist schon ein wenig traurig dass sie so ein kurzes Leben hatte.

Aber wer geradeaus in den Kaffee-Strahl aus der Maschine fliegt und mit KAWUMM in die Tasse gespühlt wird, dem ist wohl nicht mehr zu helfen.





Enttäuschung

17 03 2009

Irgendwie muss es wohl ein Klischee geben welches aussagt, dass IT-ler nur überleben können wenn sie pausenlos von Computer und Elektrosmog umgeben sind.

Zumindest habe ich in zwei enttäuschte Augen gesehen, als ich neulich Besuch hatte und die Betreffende nur EINEN PC im Arbeitszimmer und EIN Notebook auf dem Wohnzimmertisch entdeckt hat.

Ich weiß nicht was sie erwartet hat. Vielleicht einen Tisch aus PC-Gehäusen, im doppelten Boden eingelassene Stühle, einen 19″ Wohnzimmerschrank voll mit IT-Lektüre, gespannte Netzwerkkabel als Kleiderstange, TFT-Monitore an der Wand als Bildererastz, einen Lebensgroßen Pinguin in der Ecke, abgestorbene Pflanzen, in der Küche eine Mikrowelle und Pappteller? Und das ganze umrahmt durch eine Symphonie von  hundert PC-Lüftern, sauber auf 18 Grad klimatisiert.

Liebe Leute, wir IT-ler schlagen uns den ganzen Tag mit dem Zeug herum. Da richte ich mir doch zuhause keinen zweiten Arbeitsplatz ein. Ansonsten könnte ich mir gleich ein Bett ins Büro stellen. Daheim beschränke ich mich aufs Wesentliche. Einen PC um schriftliche Angelegenheiten zu erledigen und im Wohnzimmer ein Notebook um zum Beispiel mal nen Blog-Eintrag zu verfassen.





A Propos Satzbau und Rechtschreibung

13 03 2009

Ich habe gerade mal den vorherigen Artikel durchgelesen und einige Fehler bereinigt. Schon interessant was man da teilweise für einen Stuß schreibt.

Es ist so, dass ich die Artikel hier nebenher kurz “hinschmiere” und aufgrund von Zeitmangel nur recht selten Zeit habe nochmal drüberzufliegen und die Fehler zu bereinigen.

Ich bitte die (wenn auch sehr wenigen) Leser darüber hinweg zu sehen und zitiere einfach mal den gerne gebrauchten Spruch: “Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten”





Ich fordere eine Erhöhung des Dosenpfandes

13 03 2009

Also wenn es nach mir gehen würde, dann sollte auf jede Getränkedosen wegen mir 300 Euro Pfand aufgeschlagen werden.

Dann könnte ich vielleicht endlich mal einfach an einen Arbeitsplatz gehen, mich auf den Boden legen, das Gehäuse des Rechners öffnen und meine Arbeit durchführen, ohne mich durch ein Meer von Dosen, Müll, Verpackungen, Gieskannen usw durchkämpfen zu müssen.

Ich denke der Kollege hat nach dem Mittag viel Spaß daran die geschätzten 324 Dosen, die ich mit einem saubern Schwung vom Rechner gefegt habe, unter den Tischen einzusammeln.





Spam von Ebay

13 03 2009

Es ist ja so, dass gerade wieder viele gefälscht Meldungen von ebay im Umlauf sind.

Dies sind teilweise wirklich täuschend echt aussehende Meldungen von ebay wo auf Fragen zu eingestellten Artikeln hingewiesen wird. Vom Layout und Aufbau sind dise kaum bis gar nicht von den originalen Meldungen zu unterscheiden.

Leider können wir in diesem Fall nicht besonders hartnäckig mit Spamfiltern dagegen vorgehen, da dieser gelegentlich auch mal echte ebay-Meldungen wegputzt, was äußerst schlimm ausgehen kann.

Nun könnte man ja sagen, dass man es recht einfach an dem teilweise wirklich mieserablen Satzbau und den Schreibfehlern erkennen könnte. Ich sage mal so, wir bekommen teilweise ernste Anfragen von ebay-Kunden, deren Satzbau und Rechtschreibung noch schlechter ist. Man erkennt es also wirklich nur anhand des Frage-Contents.

Und was ich mich wirklich frage: Wenn sich Leute den Aufwand machen meist recht aufwendige Malware zu entwickeln, dann die gefälschten Mails von den Originalen nachbauen, die Links ersetzen und das Ganze über irgendwelche geklauten Relays in die Welt pusten:

Warum werden dann immer Fragen zu Artikeln gestellt, die sowieso fast kein Mensch verkauft? In nahezu allen Spams die wir bekommen werden Rückfragen zu irgendwelchen Schleppern, Baumaschinen oder sonstigen Großmaschinen gestellt. Warum kommen nie Fragen zu ner Kaffee-Maschine, Toaster oder anderen gängigen Artikeln?

Ich hoffe ich habe hier keine schlafenden Hunde geweckt.





Kopfschütteln am Morgen

11 03 2009

In den letzten Tagen war es hier ziemlich ruhig. Grund sind ein paar Problemchen im privaten Umfeld, ich sage nur “Emergency Room live“. Dadurch ist mein Schlafzeitkonto gerade auch etwas am unteren Limit, genau wie mein Arbeitszeitkonto.

Und dann beginnt der Tag wieder mit einem Kopfschütteln, das immer noch anhalten würde wenn ich nicht soviel Kaffee in mich rein schütten müsste und dann die Hälfte verschütten würde.

Wir haben hier im Unternehmen einheitliche Email-Adressen. Diese bestehen sinnigerweise aus einem Konstrukt aus Vor- und Nachnamen und unserer Haupt-Domain. Das ist ganz praktisch, denn so sollte sich jeder Mitarbeiter der sich seinen Namen merken kann, recht schnell auch an seine persönliche Email-Adresse erinnern können. Und für alle die dafür ein bisschen zu wenig Hirnschmalz abbekommen haben verteilt unser Chef kleine Kärtchen wo dies nochmal explizit drauf steht.

Da wir hier über einen eigenen Mailserver verfügen, kommen allerdings theoretisch alle Emails hier im Hause an. Wenn man also eine Nachricht an WasWeissIch@FirmaVomIT.DEPP schicken würde, dann würde sie hier bei mir im Überlauf ankommen. Wenn ich nen guten Tag habe, schau ich mir diesen Ordner an und verteile die Mails wo es in der Adresse einen Schreibfehler gab händisch. Da die Menge überschaubar ist geht das recht gut.

Heute morgen war ich also wieder damit beschäftigt, diesen Ordner auszumisten. Da fiel mir auf, dass gestern abend wohl ein Mitarbeiter versucht hatte, sich bei einem Online-Dienst mithilfe seiner Firmenadresse anzumelden. Die verschiedenen Variationen an Namen die er dabei versucht hatte, waren wirklich beeindruckend. Jedenfalls ist es ihm nicht gelungen die korrekte Adresse zu erraten. Einige Exemplare waren zwar nahe dran, aber nicht nahe genug.

Als ich ihn darauf ansprach stellte sich heraus, dass die Schuld keinesfalls bei ihm lag sondern an dieser miesen IT im Haus und eigentlich sowieso nur an MIR. Es sei ja anhand der Adresse wohl eindeutig erkennbar dass die Mail für ihn bestimmt war.

Ich werde jetzt ins RZ gehen und die Verteilregeln abschaffen, und Verteilschätzungen eintragen.

Allerdings erst nach den nächsten 324 Tassen Kaffee.








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